Mit Präventionsangeboten für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) möchten wir dazu beitragen, die sexuelle Gesundheit von MSM zu fördern und deren gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen. Es ist wichtig, dass MSM zu einem für sich und ihre Sexualpartner risikoarmen Sexualverhalten motiviert werden. Die AHSGA leistet direkt vor Ort basisnahe Vernetzungs- und Präventionsarbeit und setzt nationale Kampagnen regional um.

Unsere Angebote

  • Regelmässige Präsenz und Präventionsaktivitäten an den Szene- und Cruising-Orten.
  • Information von MSM über risikoarmes Sexualverhalten und über nationale Kampagnen der Aids-Hilfe Schweiz.
  • Persönliche Beratung von MSM (per Telefon, Mail, auf der Fachstelle, vor Ort oder Planet Romeo).
  • Durchführung von HIV- und STI-Tests mit dem Kantonsspital St. Gallen (KSSG), z.B. in der Sauna mann-o-mann in St. Gallen. Genauere Auskünfte auf der Website der Sauna www.mann-o-mann.ch.
  • Zusammenarbeit mit der Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene des Kantonsspitals St. Gallen KSSG. Genauere Auskünfte über die Angebote finden Sie hier.
  • Vernetzungstätigkeit innerhalb der regionalen Gay-Szene und Vertretung von homosexuellen Anliegen gegen aussen.
  • Für Rechtsfragen empfehlen wir die Rechtsberatung der Aids-Hilfe Schweiz.
  • Mehr Informationen zu HIV und STI sind zu finden in diesen Factsheets des BAG im Rahmen der LoveLife-Kampagne.
  • Weitere Informationen unter www.drgay.ch (sehr gute Plattform zu Fragen rund um schwulem Sex, HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten).

 

Safer Sex im Hinblick auf HIV

Das Kondom

Das Kondom ist nach wie vor der günstigste Schutz. Und es funktioniert – sofern es benutzt und richtig angewendet wird. Einige Männer haben aber Probleme mit dem Kondomgebrauch. Die Gründe sind unterschiedlich: Erektionsprobleme, Liebe oder Drogenkonsum (Chemsex oder Alkohol). Manchmal lässt man den Gummi einfach weg oder vergisst ihn. Fakt ist aber, wer ein Kondom benutzt und richtig anwendet, praktiziert Safer Sex.

Die PrEP

PrEP steht für Prä-Expositions-Prophylaxe. Das heisst, man nimmt Medikamente zum Schutz vor HIV ein. Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine PrEP die Übertragung von HIV beim Analverkehr mindestens so sicher wie ein Kondom verhindert. Wichtig ist, dass die PrEP durch einen Arzt/eine Ärztin begleitet wird, auch wenn die Medikamente im Internet gekauft wurden. Vor jeder PrEP muss ein HIV-Test durchgeführt werden und das Resultat muss negativ sein. Falls nicht, würde eine PrEP nicht reichen, um die Virenlast zu senken und es bestünde die Gefahr, dass sich Resistenzen entwickeln. Dies würde dazu führen, dass gewisse HIV-Medikamente nicht mehr wirken. Es gibt verschiedene Einnahmemethoden. Welche die richtige ist, muss mit dem begleitenden Arzt/der Ärztin besprochen werden. Auch hier ist klar: Wer unter ärztlicher Begleitung die PrEP einnimmt, praktiziert Safer Sex.

#undetectable (TasP)

HIV-positive Menschen mit einer nachhaltig unterdrückten Virenlast geben HIV sexuell nicht mehr weiter. Wenn die Medikamente regelmässig eingenommen und die Werte durch den Arzt/die Ärztin kontrolliert werden, kann auf die Benutzung eines Kondoms verzichtet werden. Dies nennt man auch TasP (Treatment as Prevention). Wer mit einer HIV-positiven Person unter wirksamer Therapie Sex ohne Kondom und ohne PrEP hat, praktiziert Safer Sex.

Kein Analverkehr

Nicht alle Männer stehen auf Analverkehr. Küssen, Lecken, Blasen oder Masturbieren sind Sexpraktiken, die ebenso erfüllend sein können. Wer Sex ohne Analverkehr hat, praktiziert Safer Sex.

Exklusive Beziehung

Beim Sex in einer exklusiven und sexuell treuen Beziehung, in der beide Partner HIV-negativ sind, ist eine HIV-Infektion ausgeschlossen. Wichtig ist, immer wieder mal offen über die getroffenen Abmachungen zu reden. Wer ausschliesslich Sex in einer geschlossenen Beziehung hat, praktiziert Safer Sex.