Schulprojekt Menschen mit HIV (ab 2. Oberstufe).
HIV/AIDS menschlich erfahren. Eine Person mit HIV/AIDS besucht im Rahmen der Sexualpädagogik eine Klasse. Sie erzählt aus ihrem Leben. In der anschliessenden Diskussion ermöglicht sie eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Das Schulprojekt bieten wir seit 1992 an und führen wir pro Jahr etwa 70 Einsätze durch, die meisten in Schulklassen (Oberstufe, Kantonsschulen). Interviews geben Betroffene, wenn Schüler_innen Arbeiten zu AIDS verfassen. Diese finden in der Regel auf der Fachstelle statt.

Lesen Sie dazu die Reportage „Gelernt, mit dem Virus zu leben“ über einen Schuleinsatz im Dialog-Blog.

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Ablauf

Menschen mit HIV/Aids besuchen Schulklassen oder Gruppen von Jugendlichen oder Erwachsenen. Bei der Begegnung geht es darum, in Schulklassen, die sich bereits mit Fragen rund um Sexualität und Aids beschäftigt haben, aus der Sicht betroffener Menschen zu berichten. Die betroffene Person gestaltet den Ablauf der Begegnung nach folgendem Muster, zu Beginn werden Fakten zu HIV/Aids aufgefrischt, dann folgt die eigene Geschichte. Die Betroffenen stellen sich den Fragen der Schüler_innen und beantworten sie nach bestem Wissen und Gewissen. Bei diesen Einsätzen ist eine Lehrperson anwesend sein, sie kann die Moderation übernehmen.

Diese Form der Prävention hat eine nachhaltige Wirkung, denn sie spricht die emotionale Seite im Menschen an und bewegt junge Menschen dazu, die Thematik HIV/Aids ernst zu nehmen. Solche Begegnungen gehen unter die Haut und bewirken oft mehr als Theorie und Fakten. Auch trägt die Begegnung wesentlich zu einem solidarischen Verhalten gegenüber Menschen mit HIV/Aids bei.