Für junge Erwachsene ist Sexualität ein wichtiges Thema. Die meisten haben bereits sexuelle Erfahrungen gemacht. Aber obwohl die meisten sagen, „Wir wissen schon alles“, zeigen unsere Erfahrungen, dass ihr Wissen lückenhaft ist und oft nicht den Tatsachen entspricht.

Mit unseren sexualpädagogischen Einsätzen fördern wir ihre Selbstkompetenz, stärken ihre Ressourcen und unterstützen sie in einem verantwortungsvollen Umgang mit ihrer sexuellen Gesundheit. Wir entwickeln mit ihnen eine Sprache über Sexualität, damit sie über eigene Bedürfnisse, Scham und Lust reden können. Wir vermitteln ihnen Wissen, damit sie ihre sexuellen Begegnungen aktiv und selbstbestimmt gestalten können. Und wir setzen uns mit Rollenbildern und den sozialen Kompetenzen auseinander, die es für eine gleichberechtigte Partnerschaft braucht.

Junge Männer haben einen anderen Zugang zu Sexualität als junge Frauen. Diese holen sich ihr Wissen eher aus Zeitschriften und gemeinsamen Gesprächen, junge Männer hingegen nennen als Wissensquellen häufiger Fernsehen, Internet, Pornos und eigenes Ausprobieren. Meistens konsumieren sie auch mehr pornografische Inhalte als junge Frauen und vertreten die Meinung, dass sie „von Pornos vieles lernen können“. Es ist aber wichtig, dass sie zwischen Realität und inszenierter Sexualität wie in der Pornografie unterscheiden können.

Junge Frauen haben ein viel negativeres Bild von ihrem Körper als ihre männlichen Gleichaltrigen. Ihr Frau Werden erleben sie eher negativ, auch sind sie bezüglich Selbstbefriedigung eher negativer eingestellt. Ein guter Zugang zur eigenen Körperlichkeit aber ist die Grundlage sexueller Gesundheit, zu einem positiven Körperbild zu gelangen somit eine wichtige Ressource für junge Frauen.

Jugendliche mit Migrationshintergrund haben zudem oft ein noch starreres Rollenbild von Männlichkeit und Weiblichkeit als in unserer Kultur. Dies beeinflusst oder erschwert gar ihre Beziehungserfahrungen.

 

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