Männer und Frauen mit wechselnden ungeschützten Sexualkontakten sind einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Mit den Projekten im Rahmen von Don Juan und der Beratungsstelle Maria Magdalena soll das Präventionsbewusstsein bei Freiern und Frauen im heterosexuellen Sexgewerbe gesteigert werden. Für männliche Sexworker betreibt die Zürcher Aidshilfe das Projekt Herrmann.

Freier-Projekt Don Juan

Jeder 5. Mann nimmt wenigstens einmal im Jahr die Dienste einer Sexarbeiterin in Anspruch. Don Juan bietet Tipps und Infos für sicheren Sex. Geniesse die Lust ohne schalen Nachgeschmack und unerwünschte Folgen. Informiere dich über Safer Sex, die Risiken einzelner Sexualpraktiken und über sexuell übertragbare Krankheiten: Spass am Sex ohne Frust!

Weitere Informationen zum Projekt siehe www.don-juan.ch.

 

Male Sex Work

Für männliche Sexarbeiter besteht  in der Region kein spezielles Angebot.  Wir können aber bei rechtlichen, gesundheitlichen und anderen Fragen weiterhelfen.

Speziell für Male Sex Worker geben wir Gutscheine für kostenlose HIV- und Syphilistests ab, sie können direkt beim MSM-Ressortleiter unserer Stelle  bezogen werden. Die Tests erfolgen in der Infektiologie des Kantonsspitals, anonym und zu bestimmten Zeiten ohne Voranmeldung.

Hier noch einige Tipps für Male Sex Worker und Freier (Quelle: deutsche Aidshilfe)

  • Um dich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen, achte auf Safer Sex – Ficken nur mit Gummi und ausreichend fettfreiem Gleitmittel, Fisten mit Handschuhen und ausreichend fettfreiem Gleitmittel, beim Blasen raus, bevor’s kommt. Mit Kondomen beim Blasen senkst du dein Risiko einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten.
  • Gegen Hepatitis A und B solltest du geimpft sein.
  • Wenn du sexuell aktiv bist, solltest du dich mindestens einmal jährlich, bei mehr als zehn Partnern pro Jahr zweimal jährlich untersuchen lassen, weil man sexuell übertragbare Infektionen nicht immer selbst bemerkt.
  • Geh bei Jucken oder Brennen „untenrum“ oder anderen auffälligen Veränderungen wie z. B. Geschwüren, Bläschen oder Ausschlag zum Arzt.
  • Wenn du eine sexuell übertragbare Infektion hast, warte mit dem Sex, bis sie ausgeheilt ist. Sag außerdem möglichst deinen letzten Partnern Bescheid, damit sie sich auch untersuchen und behandeln lassen können.

Präventionsprojekt Herrmann der Zürcher Aids-Hilfe http://www.zah.ch/herrmann-zh/zuerich/

 

 

Female Sex Work – Beratungsstelle MariaMagdalena

Das Beratungsangebot MariaMagdalena für Frauen im Sexgewerbe ist ein Projekt des Gesundheitsdepartementes des Kantons St. Gallen und besteht seit dem Jahr 2000.

Die Mitarbeiterinnen von MariaMagdalena sind im ganzen Kanton tätig und arbeiten nach dem Prinzip der aufsuchenden Sozialarbeit. Ziel ist, die Lebensqualität der Sexarbeiterinnen zu optimieren, ihre Sozialkompetenz zu fördern und den Zugang zu Angeboten im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie im Rechtssystem zu ermöglichen.

APiS (Aids-Prävention im Sexgewerbe) ist ein nationales Präventionsangebot der Aids-Hilfe Schweiz und richtet sich spezifisch an Sexarbeiterinnen mit Migrationshintergrund. Im Kanton St. Gallen ist APiS seit 2006 beim Beratungsangebot MariaMagdalena angegliedert.

Das Angebot von MariaMagdalena und  APiS ist anonym und kostenlos. Die Mitarbeiterinnen stehen unter der beruflichen Schweigepflicht.

Weitere Informationen siehe unter Maria Magdalena und http://www.aids.ch/de/was-wir-tun/projekte/sexwork.php