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Empfehlungen für sicheren Sex (Safer Sex)
  • Beim eindringenden Verkehr immer Präservative (mit Gütesiegel) oder Femidom verwenden.
  • Kein Sperma in den Mund, kein Sperma schlucken.
  • Kein Menstruationsblut in den Mund, kein Menstruationsblut schlucken.
  • Umgehend zum Arzt bei Jucken, Ausfluss oder Schmerzen im Genitalbereich sowie bei Grippesymptomen nach ungeschütztem Sex.

Sie wollen, dass Ihr Partner ein Präservativ benutzt?
Aber wie können Sie sich durchsetzen?

Teilen Sie Ihrem Partner von Anfang an mit, dass Sie nur mit Präservativ mit ihm schlafen. Warten Sie damit nicht, bis Ihnen beiden die Sinne schwinden.
Wenn er das Präservativ ablehnt, bleibt Ihnen die Möglichkeit, Nein zu sagen. Haben Sie den Mut und das Selbstvertrauen, den Präservativgebrauch durchzusetzen. Ihre Gesundheit ist es wert, dass Sie sich schützen!

Wie wird HIV übertragen?
Das HI-Virus kann auf folgenden Wegen von Mensch zu Mensch übertragen werden:

  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr
  • Spritzen-/Nadeltausch bei intravenösem Drogenkonsum
  • Eine Übertragung bei Schwangerschaft ist möglich. Bei optimalem Vorgehen (HIV-Therapie, Kaiserschnitt, Verzicht auf Stillen) ist das Risiko einer HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind praktisch 0%.

Andere sexuell übertragbare Infektionen (STI)

Neben dem HI-Virus, welches Aids verursacht, gibt es eine ganze Reihe weiterer Geschlechtskrankheiten. Die meisten sind gut behandelbar, aber nicht alle sind harmlos. Präservative, Femidom® und Dental Dams reduzieren das Risiko einer Ansteckung. Die häufigsten sind:

Chlamydien → heilbar, oft Spontanheilung

Gonorrhö (Tripper) → 
heilbar

Syphilis (Lues) →   heilbar, sofern frühzeitig erkannt

Hepatitis B →   
impfbar, nicht heilbar, behandelbar

Herpes genitalis →   
nicht heilbar, behandelbar

Humanes Papilloma-Virus (HPV, Feigwarzen, Gebärmutterhalskrebs) → 
nicht heilbar, behandelbar. Impfung empfohlen durch Bundesamt für Gesundheit für 11- bis 14-jährige Mädchen. Schützt gegen krebsverursachende HPV-Viren des Typs 16 und 18.

Lymphogranuloma venereum (LGV) →   heilbar, 
betrifft vor allem Männer, die Sex mit Männern haben.

Weitere detaillierte Informationen zu allen sexuell übertragbaren Krankheiten finden Sie hier.

Wie kann ich mich vor Geschlechtskrankheiten schützen?

Das Präservativ oder das Dental Dam (hauchdünnes Latextuch für den Oralsex) schützen sicher vor HIV und bieten einen guten Schutz gegen andere Geschlechtskrankheiten. Da diese aber auch über Haut-zu-Haut-Kontakte übertragen werden können, kann es trotz Präservativ zu Infektionen mit anderen Geschlechtskrankheiten kommen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auf Symptome achten und sofort zum Arzt gehen, wenn Sie Anzeichen einer Geschlechtskrankheit bemerken. Bei häufig wechselnden Sexualpartnerinnen und Sexualpartnern lassen Sie sich jährlich auf Geschlechtskrankheiten testen.

Was sind die Anzeichen einer Geschlechtskrankheit?

  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen
  • Ausfluss aus Glied und After, ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide
  • Juckreiz, Schmerzen, Hautveränderungen am Scheideneingang, am After
  • Rötungen, Pickel, Knötchen, Blasen, Warzen, Geschwüre im Genitalbereich
  • Unregelmässige, ausbleibende Menstruation, Zwischenblutungen
  • Geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend
  • Schmerzen im Genitalbereich oder im Unterbauch
  • Veränderungen wie offene Stellen in Mund oder Rachen

Was mache ich, wenn ich glaube, eine Geschlechtskrankheit zu haben?

Wenn Sie eines oder mehrere Anzeichen feststellen, gehen Sie sofort zur Ärztin, zum Arzt.

Muss ich wegen jedem Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit zum Arzt?

Ja. Wenn Geschlechtskrankheiten nicht diagnostiziert und behandelt werden, können sie unter Umständen zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen. Wird eine Geschlechtskrankheit bei Ihnen festgestellt, sollten Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner informieren und sich während der Behandlung mit Präservativen beim Sex schützen – sonst besteht die Gefahr, dass Sie sich immer wieder gegenseitig infizieren.

Wie hoch ist das Risiko, sich mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken?

Das hängt von der sexuellen Risikosituation, der Krankheit und vom jeweiligen Gesundheitszustand der betroffenen Person ab. Einige der Krankheiten, wie zum Beispiel Humanes Papilloma-Virus HPV, Herpes oder Clamydien, können leicht übertragen werden.

Ich glaube, ich habe eine Geschlechtskrankheit. Ich schäme mich. Was soll ich tun?

Die meisten sexuell aktiven Menschen haben in ihrem Leben einmal eine Geschlechtskrankheit. Ihre Ärztin, Ihr Arzt hat damit Erfahrung. Wenn Sie aus Scham nicht zum Arzt gehen, gefährden Sie nicht nur Ihre eigene Gesundheit, sondern auch die Ihrer Partnerin oder Ihres Partners. Es ist darum wichtig, dass Sie mit Ihrer Partnerin, Ihrem Partner sprechen, damit auch sie bzw. er behandelt werden kann

Bei weiteren Fragen, insbesondere zu anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, melden Sie sich bitte bei unserem Beratungstelefon unter Tel. 071 223 38 68 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@ahsga.ch.