Das Programm MSM trägt dazu bei, die sexuelle Gesundheit von Männern, die Sex mit Männern haben, zu fördern und die Akzeptanz von MSM zu erhöhen. MSM sind zu einem für sich und ihre Sexualpartner risikoarmen Sexualverhalten zu motivieren. Die AHSGA leistet direkt vor Ort basisnahe Vernetzungs- und Präventionsarbeit und setzt nationale Kampagnen regional um.
 

Unsere Angebote:

  • Regelmässige und nachhaltige Präsenz und Präventionsaktivitäten an den Szene- und Cruising-Orten.
  • Information der MSM über risikoarmes Sexualverhalten und über nationale Kampagnen.
  • Persönliche Beratung von MSM (per Telefon oder Mai, auf der Fachstelle oder vor Ort).
  • Durchführung von HIV- und Syphilis-Tests, z.B. im Badehaus „mann-o-mann“ in St. Gallen. Genauere Auskünfte auf der Website des Badehauses www.mann-o-mann.ch.
  • Zusammenarbeit mit der Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene des Kantonsspitals St. Gallen. Jede zweite Woche wird die Sprechstunde von einem schwulen Arzt geleitet. Genauere Auskünfte über die Angebote finden Sie hier.
  • Auf Wunsch werden Männer, die sich testen lassen möchten, ins Kantonsspital begleitet. Anschliessend bieten wir Beratungsgespräche an.
  • Vernetzungstätigkeit innerhalb der regionalen Gay-Szene und Vertretung von homosexuellen Anliegen gegen aussen.
  • Für Rechtsfragen empfehlen wir die Rechtsberatung der Aids-Hilfe Schweiz.
  • Mehr Informationen zu HIV und STI sind zu finden in diesen Factsheets des BAG im Rahmen der LoveLife-Kampagne 14.
  • Weitere Informationen unter www.drgay.ch (sehr gute Internet-Plattform zu Fragen rund um Homosexualität, HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten)

 

Safer Sex für MSM

Das Kondom

Das Kondom ist nach wie vor der günstigste Schutz. Und es funktioniert – sofern es benutzt und richtig angewandt wird. Einige Männer haben aber Probleme mit dem Kondomgebrauch. Die Gründe sind unterschiedlich: Erektionsprobleme, Liebe oder Drogenkonsum (Chemsex oder Alkohol). Manchmal lässt man den Gummi einfach weg oder vergisst ihn. Fakt ist aber, wer ein Kondom benutzt und richtig anwendet, praktiziert Safer Sex.

Die PrEP

PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) bedeutet die Einnahme von Medikamenten zum Schutz vor HIV. Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine PrEP die Übertragung von HIV beim Analverkehr mindestens so sicher wie ein Kondom verhindert. Wichtig ist, dass die PrEP durch einen Arzt begleitet wird, auch wenn die Medikamente im Internet gekauft wurden. Vor jeder PrEP muss ein HIV-Test durchgeführt werden und das Resultat muss negativ sein. Falls nicht, würde eine PrEP nicht reichen, um die Virenlast zu senken und es bestände die Gefahr, dass sich Resistenzen entwickeln. Dies würde dazu führen, dass gewisse Medikamente nicht mehr wirken. Es gibt verschiedene Einnahmemethoden. Welche die richtige ist, muss mit dem begleitenden Arzt besprochen werden. Auch hier ist klar: Wer unter ärztlicher Begleitung eine PrEP einnimmt, praktiziert Safer Sex.

#undetectable (TasP)

HIV-positive Menschen mit einer nachhaltig unterdrückten Virenlast geben HIV sexuell nicht mehr weiter. Wenn die Medikamente regelmässig eingenommen und die Werte durch den Arzt kontrolliert werden, kann auf die Benutzung eines Kondoms verzichtet werden. Dies nennt man auch TasP (Treatment as Prevention). Wer mit einer HIV-positiven Person unter wirksamer Therapie Sex ohne Kondom und ohne PrEP hat, praktiziert Safer Sex.

Kein Analverkehr

Nicht alle Männer stehen auf Analverkehr. Küssen, Lecken, Blasen oder Masturbieren sind Sexpraktiken, die ebenso erfüllend sein können. Wer Sex ohne Analverkehr hat, praktiziert Safer Sex.

Exklusive Beziehung

Beim Sex in einer exklusiven und sexuell treuen Beziehung, in der beide Partner HIV-negativ sind, ist eine HIV-Infektion ausgeschlossen. Wichtig ist, immer wieder mal offen über die getroffenen Abmachungen zu reden. Wer ausschliesslich Sex in einer geschlossenen Beziehung hat, praktiziert Safer Sex.