HIV-positive Menschen mit einer nachhaltig unterdrückten Virenlast geben HIV sexuell nicht mehr weiter. Wenn sie ihre Medikamente regelmässig einnehmen und die Werte durch den Arzt kontrolliert werden, kann auf die Benutzung eines Kondoms verzichtet werden. Dies bedeutet aber keinen Schutz vor anderen Geschlechtskrankheiten (sogenannten STI).

Untermauert wird diese Aussage durch den Fact, dass nach wie vor Menschen, die meinen sie seien HIV-negativ, in Wirklichkeit aber HIV-positiv sind, Motor der Verbreitung von HIV sind.

Für HIV-Positive bedeutet das: Wenn die Virenlast mindestens sechs Monate unter der Nachweisgrenze liegt, regelmässig Medikamente eingenommen werden  und der Arzt die Werte regelmässig kontrolliert, ist man nicht mehr ansteckend. Man kann ohne Kondom Sex haben. Bei einem  Arztbesuchen soll man sich aber auf andere Geschlechtskrankheiten testen. Man muss dazu den  HIV-Status nicht mehr offenlegen, wenn man das  nicht möchtest.

Für HIV-Negative bedeutet das: Wenn die Virenlast eines Sexpartners unter der Nachweisgrenze liegt, kann man  auf ein Kondom verzichten. Man kriegt so kein HIV, andere Geschlechtskrankheiten unter Umständen aber schon. Nach wie vor gilt: Im Zweifelsfall immer mit Kondom.

Mehr Informationen dazu http://www.drgay.ch/de/deine-gesundheit/undetectable