Es war ein teils besinnlicher, teils kämpferischer, aber auch ein fröhlicher Abend. Mitglieder des Theaters, der Tanzkompanie und des Sinfonieorchesters St.Gallen traten an der zweiten St. Galler Aids Charity vom 1. Dezember vor einem vollem Saal auf. Gagenfrei.

Zwischen Musik, Gesang, Theaterszenen, Tanz und Rezitationen lasen Operndirektor Peter Heilker, der St.Galler Regierungspräsident und Aids-Hilfe-Schweiz-Präsident Martin Klöti sowie Theaterdirektor Jonas Knecht besinnliche Texte.

Der Arzt und Aids-Spezialist Pietro Vernazza erinnerte daran, dass Aids nicht besiegt werden kann, bevor nicht alle Länder dieser Welt die Ausbreitung gerade auch unter Drogenabhängigen zu stoppen bereit sind. Er verwies vor allem auf die alarmierende Situation in Russland und warnte davor, die Aids-Prävention allein in die Hände der Pharmafirmen zu legen, Stichwort PreP.

Myshelle Baeriswyl, die Geschäftsleiterin der Beratungsstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA), erinnerte daran, dass wir uns gemäss dem Motto des Abends, „Vergessen ist ansteckend“, nicht auf dem Erreichten ausruhen dürfen, sondern im aktuellen (welt-)politischen Umfeld wachsam bleiben müssen. Der Kampf gegen HIV/Aids war und ist immer auch ein Kampf gegen die Diskriminierung bestimmter Menschen, bis heute.

Die Conférencière Shirley van Bextor versprach zum Schluss, dass auch nächstes Jahr wieder eine solcher Charity-Anlass stattfinden werde. Massgeblich organisiert hatten den Abend die Tänzerinnen und Tänzer Jasmin Hauck, Cecilia Wretemark und David Schwindling, unterstützt von der AHSGA, Unigay und Queer-Lake.net.

Weitere Bilder unter https://www.queer-lake.net/impressionen-der-2-aids-charity-st-gallen/

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