Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

  • Fachstelle für sexuelle Gesundheit und Prävention in der Region St. Gallen-Appenzell
  • Aids/HIV/STI-Prävention und Sexualpädagogik als Grundlage sexueller Gesundheit
  • Beratung in Risikosituationen, zu sexueller Diskriminierung und Coming out
  • Notunterstützung für Menschen mit HIV

Queer Refugees – Freitag, 16. 9. 2016, um 18 Uhr im Solidaritätshaus St. Gallen

Homo-, bisexuelle oder transidente Menschen werden in vielen Ländern verfolgt. In einigen europäischen Ländern wird dies als Asylgrund anerkannt. Doch vielfach werden diese Menschen hier erneut diskriminiert oder müssen sich verstecken.

bildschirmfoto-2016-09-11-um-14_16_28Zum ersten Mal in der Ostschweiz findet am Freitag 16. September um 18.00 Uhr in St.Gallen im Solidaritätshaus eine Veranstaltung zu diesem Thema statt. Die Situation wird u.a. beleuchtet durch einen Erlebnisbericht eines homosexuellen Flüchtlings und Einblicke in das aktuelle Asylverfahren in der Schweiz. Welche Massnahmen sind in der Ostschweiz erforderlich, was wird bereits getan? Wie arbeitet die Gruppe Queer Refugees von Amnesty international? Sie richtet sich an alle Menschen, die im Asylbereich tätig sind und an alle Flüchtlinge und Migrant_innen sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Solidarität schliesst alle ein. Besonders gefordert ist die LGBT-Community, angesichts ausgrenzender Tendenzen in den eigenen Reihen.

Der Abend wird organisiert von der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) in Zusammenarbeit mit Queeramnesty.

Anonymes Testen/Beratung im Badehaus „mann-o-mann“

Sonntag, 28. August 2016, ab 17.30 Uhr

Drei Testmöglichkeiten stehen an diesem Abend zur Verfügung:

  • HIV-Test : CHF 20.-
  • HIV & SyphilisTest: CHF 20.-
  • Teilnahme an der STAR-Studie mit umfassendem Testangebot: Tests kostenlos, Beratung CHF 20.-

Es werden keine Schnelltests mehr durchgeführt. Die Testresultate können die folgende Woche ab Mittwoch im Kantonsspital abgefragt oder abgeholt werden.

Nächstes Testen:

Sonntag, 6. November, im Rahmen von Sack&Pack in der News Bar

Sonntag, 20. November, im „mann-o-mann“

Die Gewinner_innen unseres Open-air-Wettbewerbes

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Die Gewinner_innen erhalten in den nächsten Tagen ihre Kinogutscheine.

Alle eingesandten Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

Queer Lake – ein Vernetzungsprojekt im Bodenseeraum

Queer LakeQueer Lake ist eine neue News-Plattform rund um den Bodensee. Sie sammelt grenzüberschreitend Termine, Veranstaltungen, Events und Nachrichten von bis jetzt 29 Organisationen aus der LGBT-Community.

Dabei fokussiert sie sich auf die Region Bodensee mit den angrenzenden Gebieten (Vaduz, Vorarlberg, St.Gallen, Thurgau und die Landkreise mit Bodenseeanstoss).

Queer Lake unterhält eine eigene Website https://www.queer-lake.ch/, einen elektronischen Newsletter zum Abonnieren und ist auch auf Facebook präsent.

Initiiert und unterstützt wird dieses Projekt von der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen AHSGA, Kt. Gallen, Konzept und Redaktion liegen bei der Internetmanufaktur netz.werk, St. Gallen.

Vernissage Jubiläumsbroschüre 30 Jahre AHSGA

Am 12. Mai 2016 lud die AHSGA anlässlich ihres 30-Jahr-Jubiläums zur Vernissage der Broschüre 30 Jahre AHSGA ins Hotel Metropol.

JubibroschüreEine illustre Gästeschar aus Politik, Behörden, aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden und Fachpersonen aus verwandten Institutionen, insgesamt rund 45 Personen, wohnten dem Anlass bei.

In lockerer Atmosphäre und bei einem leckeren Apéro riche wurde an die alten Zeiten erinnert, über die Erfolge im Kampf gegen Aids/HIV und die Veränderungen in der Präventionsarbeit debattiert sowie neue Verbindungen geknüpft.

Trau keiner_m über dreissig? Allgemeines Fazit: die AHSGA ist immer noch quicklebendig und am Puls der Zeit.

 

Bilder vom Anlass finden Sie hier: http://ahsga.ch/ahsga/fotogalerie

Die 40-seitige Broschüre steht als PDF zur Verfügung unter  http://ahsga.ch/ahsga/ahsga-verein oder kann als gedrucktes Exemplar bestellt werden.

Im Gedenken an Johannes Schläpfer (29.5.1950 – 5.4.2016)

SchläpferAm 5. April 2016 verstarb Johannes Schläpfer, der langjährige Leiter unserer Fachstelle. Er hat die Fachstelle jahrzehntelang massgeblich mitgeprägt. Wir, die Aids/HIV-Prävention und die Sexualpädagogik verdanken ihm viel.

Seinen Angehörigen entbieten wir unser tiefes Mitgefühl.

Zur Erinnerung finden Sie im Blog hier auf unserer Website sein letztes Interview für unsere Jubiläumsbroschüre.

Anonymes Testen/Beratung im Badehaus „mann-o-mann“

Sonntag, 8. Mai 2016, ab 17.00 Uhr

Drei Testmöglichkeiten stehen an diesem Abend zur Verfügung:

  • HIV-Test im Rahmen von Break-the-chains kostenlos;  wir empfehlen aber den HIV & Syphiliskombitest
  • HIV & SyphilisTest: CHF 10.-
  • Teilnahme an der STAR-Studie mit umfassendem Testangebot: Tests kostenlos, Beratung CHF 10.-

Es werden keine Schnelltests mehr durchgeführt. Die Testresultate können die folgende Woche ab Mittwoch im Kantonsspital abgeholt werden:

„Break the chains“ – Ketten der HIV-Übertragung sprengen

Die Kampagne „Break-the chains“ der Aids-Hilfe Schweiz wird in den Kantonen St.Gallen und Appenzell von unserer Fachstelle (AHSGA) umgesetzt. Mit den „chains“ – den Ketten- , die gesprengt werden sollen, sind die Übertragungsketten des HI-Virus gemeint, mit dem sich immer noch viele, HighEnd_RZ_AHS_Illustration_BtC_2016_Logo_dfie.inddzu viele Menschen infizieren. Ungeschützter Analverkehr unter Männern birgt ein sehr hohes Ansteckungsrisiko, die Gefahr dabei auf einen Mann zu stossen, der infektiös ist, ist ungleich höher als im heterosexuellen Umfeld. Die Präventionsaussagen der Kampagne sind klar: wer sich bisher schon konsequent schützt, soll dies weiterhin genau so tun, wer eine Viruslast unter der Nachweisgrenze hat und deshalb nicht mehr ansteckend ist, soll durch regelmässige Medikamenteneinnahme und ärztlicher Kontrolle dafür verantwortlich sein, dass dies so bleibt. Und die anderen, die ihren eigenen HIV-Status nicht kennen und sich nicht immer schützen?

Hier setzt „Break the chains“ nunmehr seit fünf Jahren auf folgendes Vorgehen: den ganzen Monat April strikt Risiken vermeiden und im Mai zum HIV-Test, wenn möglich zusammen mit seinen Sexpartnern. Dadurch lassen sich die ungewollten und unbewussten Übertragungs-ketten vermeiden. Die Kampagne ist in Druckerzeugnissen und Internetseiten, die sich speziell an homosexuelle Männer richtet, sehr präsent. Schwieriger ist es diejenigen Männer zu erreichen, die nicht geoutet sind und die ihr auf andere Männer ausgerichtetes  Verlangen schambehaftet und versteckt ausleben. Bei ihnen ist die Hemmschwelle zum Testen höher, das Wissen um Risiken geringer.

Die AHSGA sieht  es denn auch als besondere Herausforderung, diese Gruppe anzusprechen. In der Gay-Community ist die AHSGA mit drei jungen Freiwilligen unterwegs, die anderen Männer werden diskret an Begegnungsorten, im Internet und durch Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen versucht. Die Tests selber können anonym und unkompliziert im Kantonsspital St.Gallen erfolgen,  die im Monat Mai für Männer, die Sex mit Männern haben, besonders günstig sind.

Testmöglichkeiten im Kantonsspital St.Gallen:  www.infekt.ch 071 494 10 28

Save the date

30_Jahre_LBV_roter_KreisDie Mitgliederversammlung der AHSGA findet am 12. Mai um 19 Uhr im Hotel Metropol statt.

Im Anschluss ab ca. 19.45 findet die Vernissage der Jubiläumsbroschüre „30 Jahre AHSGA“ statt, inkl. Apero riche.

Bitte Datum vormerken. Weitere Informationen folgen. Um Anmeldung wird gebeten.

Für Eltern: 10 Tipps zur Sexualerziehung im Jugendalter

Körperliche Neugier, Fragen zu Sexualität und Schwangerschaft, der erste Kuss, die erste grosse Liebe, die Frage nach der Pille: Sexualitätsbezogene Erziehungsthemen tauchen im Alltag allmählich oder unerwartet auf. Als Erziehungsverantwortliche sind Sie gefordert, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, Fragen zu beantworten und Jugendliche in ihrer altersgemässen Entwicklung zu begleiten.

Für Eltern und Erziehungsverantwortliche haben wir neu einen Flyer erarbeitet mit 10 Tipps zur Sexualerziehung von Jugendlichen.

Sie finden das PDF hier oder unter http://ahsga.ch/sexualpaedagogik/eltern

Kunstedition AHSGA: noch erhältlich solange vorrätig

«1995 besuchte ich die Ortschaft Flateyri im äussersten Nord-Westen von Island. Kurz zuvor hatte eine völlig unerwartete Lawine den Ort weitgehend zerstört… Die zerstörte Tankstelle kann als Gleichnis für die Katastrophe Aids verstanden werden… Seit Aids sieht die ‘Skulptur des Lebens’ anders aus.» Roman Signer

Flateyri

 

Roman Signer (1938*): Flateyri, 1998, Foto-Lithographie, 4-farbig, Auflage 150, nummeriert und signiert

Lieferbedingungen 1 Ex. Fr. 300.–  (zzgl. Versandkosten)

Bestelladresse AHSGA – Fachstelle für Aids- und Sexualfragen, 9000 St. Gallen, 071 223 68 08

Email: info@ahsga.ch (bitte genaue Lieferadresse angeben!)

Weitere Lithographien im Shop

WELT-AIDS-TAG 2015

Aids-Charity des Theaters St. Gallen, in Zusammenarbeit mit der AHSGA

Sonntag, 29. November 2015, 19.30 Uhr Lokremise St. Gallen

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

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Flyer-vortrag-ohmsVeranstaltung der AHSGA

Spagat ins Glück

Junge Lesben, Schwule und Trans* mit Migrationsbiografie

Das Projekt COMOUT führt Schulbesuche zum Thema Homosexualität durch. Ein zehnköpfiges Team leistet jedes Jahr über 50 Einsätze in den Kantonen St. Gallen und Appenzell. Die Erfahrung zeigt, dass bei Schulklassen mit Schüler_innen mit einer Migrationsbiografie das Thema Homosexualität neue Fragen aufwirft: wie prägend ist die Kultur der Herkunftsfamilie? Welche Rolle spielt die Diasporagemeinschaft? Ist die Haltung gegenüber Homosexualität und Transidentität beeinflusst von selbst erfahrener Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus? Wird Homophobie und Transphobie als Abgrenzungsmerkmal eingesetzt? Wie ergeht es homosexuellen und transidenten Jugendlichen in diesem Umfeld? Solche Fragen werden an diesem Anlass aufgeworfen und diskutiert.

Dienstag, 17. November 2015, 18 Uhr, Festsaal Katharinen

Die Referentin
Constance Ohms aus Frankfurt ist Buchautorin und gilt europaweit als eine
wichtige Expertin im Bereich der Antidiskriminierungspolitik. In Ihrem Buch
‚Spagat ins Glück: Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie‘ (Berlin 2014) hat sie zahlreiche Interviews mit Lesben und Schwulen mit diesem Hintergrund aufgezeichnet und reflektiert.

Das Podium
Neben der Referentin nehmen teil: Patrick Weber, Projektleiter von Du-bist-Du, der LGBT-Beratungsplattform von und für Jugendliche; Hilal Iscakar, Jugendsekretariat der Stadt St. Gallen; Saki Illic, junger Mann mit Migrationsbiografie.
Leitung: Markus Stehle, Redaktor Mannschafts-Magazin.

Freier Eintritt, Spenden willkommen.

Veranstaltungshinweis

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Der Wert der Vielfalt auch in der Sexualität

Im neuesten Bericht geht die Leiterin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) in St.Gallen auf den Wert der Vielfalt auch im menschlichen Bereich ein. Es sei falsch, unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten zu bekämpfen.

Von Franz Welte, St. Galler Nachrichten, 25. Juni 2015

Speziell geht Myshelle Baeriswyl auf die Sexualpädagogik ein, die unter Beschuss geraten ist, in der Schweiz speziell in Zusammenhang mit dem Lehrplan 21. Selbst vor anonymen Morddrohungen gegen Fachpersonen schreckten Gegner nicht zurück. Die Pluralisierung von Lebenslagen und Lebensstilen sei aber ein Strukturmerkmal moderner Gesellschaften. Arbeitsteilung, Migration, Verkehr, Medien sowie verschiedene soziale Beziehungs- und Lebensbereiche hätten zu einer Diversifizierung aller Beziehungs- und Lebensbereiche geführt. Vielfalt sei eine gesellschaftliche Realität. Die Sexualpädagogik müsse sich mit dieser Pluralität auseinandersetzen. Vielfalt existiere bereits in den Erfahrungen und Überzeugungen von Heranwachsenden und müsse ihnen nicht erst nahe gebracht, sehr wohl aber pädagogisch begleitet werden.

Die Folgerung von Myshelle Baeriswyl: „Eine sexualpädagogische Praxis, die menschliche Vielfalt achtet und beachtet, darf deshalb nicht Gegensätze von normal versus abnormal, positiv versus negativ, richtig versus falsch, natürlich versus unnatürlich zementieren, sondern sollte diese Wertungen thematisieren und die dahinter stehenden gesellschaftlichen Normen reflektieren. Auch die möglicherweise damit einhergehenden Ängste und Unsicherheiten. Sexualpädagogik muss die gelebte sexuelle Vielfalt respektieren.“

Ganzheitliche Gesundheitsförderung

Für Myshelle Baeriswyl ist Sexualpädagogik somit weit mehr als biologische Aufklärung. Sexualpädagogisch arbeiten gehöre zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung: „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen in der Entwicklung ihrer Sexualität altersgerecht, einfühlsam und kompetent begleitet und ihre lebendige Vielfalt gefördert werden. Ziel ist es, dass „sie ihre Sexualität verantwortungsvoll, gesund, selbstbestimmt, lustvoll und sinnlich entfalten und Leben können (Regierungsrätin Heidi Hanselmann, 2006) – und das gilt für alle Menschen, unabhängig von Religion, Hautfarbe, Rasse, Schicht, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität.“

Neutraler Zugang zur Klasse

Simone Dos Santos, zuständig innerhalb der (AHSGA) für die Prävention und Sexualberatung, berichtet davon, dass sie in Lehrerzimmern immer wieder interessante Diskussionen hatte. An den Jugendlichen sei aber die öffentliche Auseinandersetzung weitgehend unbemerkt vorbeigezogen. Die Jugendlichen schätzten die AHSGA-Einsätze als Ergänzung zu dem, was sie in der Schule schon an Wissen vermittelt bekämen. Die Gespräche über sexuelle Gesundheit, Eigenverantwortung in der Sexualität und Körpergefühl seien immer wieder anders. Vor allem junge Frauen seien daran interessiert, sich auch emotional damit auseinanderzusetzen. Für Roberto Giacomin, ebenfalls im Bereich Prävention und Sexualberatung bei der AHSGA tätig, liegt der Vorteil der Sexualpädagoginnen und -pädagogen darin, neben der spezifischen Fachkompetenz, vor allem im neutralen Zugang zur Klasse. Dies ermögliche freiere Gespräche über intime Fragen.

Basiswissen zur Homosexualität

Im Rahmen des AHSGA-Projekt Comout besuchen schwule und lesbische Personen eine Schulklasse und vermitteln Basiswissen zu den Themen Homosexualität und Coming-Out. Die homosexuellen Personen berichten aus ihrem Leben sowie über ihre persönlichen Erfahrungen. Ein Ziel des Projekts ist auch der Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten gegenüber Homosexualität. Wie ein Bericht im neuen Jahresbericht aufzeigt, kommt Comout bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an. Sie schätzen es, Dinge zu erfahren, die sie im normalen Unterricht nicht lernen.

Im letzten Jahr erreichte die AHSGA mit 186 sexualpädagogischen Einsätzen insgesamt 2590 Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge, Eltern und Lehrpersonen. Dazu kommen fachliche und individuelle Beratungen.

Jahresbericht 2014

Jahresbericht 2014 AHSGAUnser informativer Jahresbericht 2014 ist ab sofort auf unserer Website unter http://ahsga.ch/ahsga/ahsga-verein als PDF downloadbar.

An gleicher Stelle finden Sie auch die Jahresberichte der Vorjahre.

Wir wünschen eine interessante Lektüre.

 

Manuel Stahlberger neu in unserem Patronatskomitee

stahlbergerManuel Stahlberger ist ein Ostschweizer Mundartpoet, Musiker, Sänger und Comiczeichner. Im ersten Teil seiner Karriere hat er sich – mit seinen früheren Duos «Mölä & Stahli» und «Stahlbergerheuss» und als Preisträger des Salzburger Stiers – vor allem in den Kleintheatern einen Namen gemacht. Zusammen mit seiner Band ist er seit 2009 mitverantwortlich für die Rundumerneuerung, die der Schweizer Mundartrock in den letzten Jahren erfahren hat. Dank der drei Alben mit der Band hat er sich in den Rockclubs des Landes ein neues und jüngeres Publikum erschlossen. Nun nimmt er einen Teil davon mit auf seinem Weg zurück in die Theatersäle überall in der Deutschschweiz – und by the way unterstützt er jetzt auch ideell die Arbeit der AHSGA.

Neu in unserem Patronatskomitee: Marco Fritsche.

Marco Fritsche2Wer „den Fritsche” auf der Strasse trifft, klopft ihm auf die Schulter, wer ihn in der Bar sieht, prostet ihm zu. Sein spitzbübischer Charme ist ihm geblieben, doch Marco Fritsche ist erwachsen geworden. 2006 zog der „Rebell von Appenzell“ nach seinen „wilden Jahren“ aus dem turbulenten Zürich ins beschauliche Appenzell, wo er aufgewachsen ist. Vom Aushängeschild des Jugendkanals VIVA hat sich Fritsche zu einem grossen TV-Entertainer gemausert. Auf 3+ moderiert er mit Engagement und Fingerspitzengefühl das Erfolgsformat „Bauer, ledig sucht…” und im Casinotheater Winterthur führt er seit Jahren einmal im Monat durch die Nachwuchs- und Talentshow „Frischlingsparade“. Neben seinen TV-Engagements führt Fritsche als Event-Moderator durch verschiedenste Grossanlässe oder leitet Podien mit namhaften Gesprächsgästen.

http://marcofritsche.ch/

Wortwitz statt Sex vor der Kamera

Die neue Love-Life-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit überzeugt sogar Kritiker. Zahlen zeigen zudem: Trotz grosser Proteste waren die letztjährigen Plakate erfolgreich.

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Die Empörung war gross, als das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im letzten Frühling die neue Love-Life-Kampagne lancierte. «Bereue nichts», lautete die zentrale Botschaft, und für geschützten Geschlechtsverkehr warb unter anderem ein Kurzfilm mit expliziten Szenen. Zudem rief das BAG zu einem Casting für Fotosujets auf, bei dem Paare vor der Kamera die Hüllen fallen liessen. Fünf Schnappschüsse mit eindeutigen Posen waren schliesslich auf Plakatwänden in der ganzen Schweiz zu sehen. «Pornografie!», befanden Parlamentarier aus unterschiedlichen Lagern – und reichten eine Reihe von politischen Vorstössen ein. Doch nicht nur das: Sogar das Bundesverwaltungsgericht befasste sich im Herbst mit der Präventionskampagne. Religiöse Kreise hatten deren Einstellung gefordert, weil sie die Entwicklung von Kindern gefährde. DieSt. Galler Richter erteilten der Beschwerde in einer Zwischenverfügung aber einen abschlägigen Bescheid.

Von den Turbulenzen des vergangenen Jahres lässt sich das BAG nicht beirren. Die aktuelle Kampagne legt den Fokus auf den kaum bekannten Krankheitsverlauf direkt nach der Ansteckung mit dem HI-Virus. Doch statt expliziter Bilder setzen die Präventionsexperten diesmal auf die Macht des Wortes. «Nach dem Sex noch immer heiss?» oder «Nach Fesselspiel ans Bett gefesselt?» steht in grossen Lettern auf den rosaroten Plakaten. Damit will das BAG die breite Öffentlichkeit für die grippeähnlichen Symptome sensibilisieren, die kurz nach der Infizierung auftreten. Die Früherkennung der Krankheit soll zum einen deren Ausbreitung eindämmen und zum anderen bei Betroffenen den Schaden am Immunsystem eindämmen.

«Wortwitz wirkt stärker»

Eine konsequente Fortsetzung der letztjährigen Kampagne, findet Heinz Bonfadelli, Publizistikprofessor an der Universität Zürich. «Letztes Mal ist es dem BAG gelungen, wieder Aufmerksamkeit für eine über die Jahre bereits etwas abgenutzte Kampagne zu generieren. Auf diesem Fundament kann nun mit weniger visuellen Effekten aufgebaut werden.» Wortwitz und Humor zeigten im Unterschied zu reinen Furchtappellen eine grössere Wirkung und regten den Betrachter zum Mitdenken an, sagt der Experte für Medienwirkung.

Den heute präsentierten Plakaten gelinge es, eine bereits bekannte Botschaft mit einer neuen, handlungsorientierten Information zu ergänzen. Gerade bei jüngeren Zielgruppen könne der bewusste Verzicht auf explizite Bilder einen Effekt haben, denn: «In einem allgemein stark sexualisierten Werbeumfeld sind Plakate mit Sprüchen ein auffälliger Kontrast.»

Bonfadelli ist überzeugt, dass der mediale Wirbel die letztjährige Kampagne beflügelt habe. «Die kontroverse Berichterstattung war Gratiswerbung; die Plakate waren in aller Munde.» Davon würden nun auch die aktuellen Präventionsbemühungen profitieren. Nur schon der Unterschied zwischen der Bildgewalt und dem Wortwitz werde zu reden geben.

Breite Akzeptanz beim Publikum

Zahlen geben ihm recht: In einer Studie des Marktforschungsinstituts GFK im Auftrag von Clear Channel erinnerten sich 80 Prozent der über 600 befragten Personen an die Kampagne. Sogar ohne das Love-Life-Logo erkannten sie drei Viertel der Teilnehmenden. 71 Prozent gaben an, die Werbung auf einem Plakat gesehen zu haben. «Das sind extrem hohe Werte», sagt Oliver Schönfeld, Marketingverantwortlicher bei Clear Channel. Der Spezialist für Aussenwerbung vermutet, dass die Kontroverse um die Bilder bewusst provoziert worden sei. «Sie hat der Kampagne eine unbezahlbare Publizität beschert. Das war ein geschickt eingefädelter PR-Coup.»

Doch nicht nur die Wahrnehmung, auch die Akzeptanz der Kampagne im öffentlichen Raum war gemäss der Studie mit 81 Prozent gross. Zudem fanden zwei Drittel der Befragten, dass die Botschaft der Kampagne klar sei. Ebenso viele fanden es «gut, dass Menschen jeder sexuellen Orientierung angesprochen werden». Nur 18 Prozent gefiel sie überhaupt nicht. Dabei zeigt sich eine starke Varianz zwischen den Altersgruppen: 23 Prozent der 50- bis 70-Jährigen nahmen die Plakate als unangemessen wahr, während sie nur bei 9 Prozent der 18- bis 29-Jährigen auf Ablehnung stiessen.

Schönfeld sagt darum: «Nachdem mit kontroversen Bildern eine hohe Aufmerksamkeit geschaffen wurde, werden nun die Botschaften konkretisiert. Das ist ein logischer Aufbau: Erst wenn sich der Betrachter der Problematik bewusst ist, ist er bereit für zusätzliche Informationen.»

Versöhnlicher Kritiker

Dass das BAG diesmal auf explizite Bilder verzichtet, stimmt sogar Kritiker sanft. SVP-Nationalrat Sebastian Frehner, der letztes Jahr an vorderster Front gegen die HIV-Kampagne kämpfte, zeigt sich versöhnlich: «Die letztjährige Kampagne kam mit dem Pornocasting einer Aufforderung zu freizügigem Sex gleich. Das gesundheitspolitische Anliegen war auf den Plakaten nicht ersichtlich. Diesmal geht es tatsächlich darum, die HIV-Ansteckungsrate zu senken.» Trotz des Lobes hat Frehner aber auch Bedenken: Mit der Kampagne werde bei einer breiten Masse nicht Betroffener Angst vor Grippesymptomen nach ungeschütztem Sex geschürt. «Vielleicht müsste die Kampagne stärker auf die eigentlichen Zielgruppen eingegrenzt werden.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

HIV und Alter: Angst und Vorurteil

Viele in der Altenpflege Beschäftigte sind auf Menschen mit HIV nur unzureichend vorbereitet. Wie tief die Ansteckungsängste und die Ressentiments gegenüber HIV-Positiven noch sitzen, hat eine Studie in Münster zutage gebracht.

Durch die Erfolge in der Behandlung der HIV-Infektion ist die Lebenserwartung von Menschen mit HIV deutlich gestiegen. Schon heute sind mehr als die Hälfte der Infizierten in Deutschland älter als 50 Jahre, so jüngste Zahlen des Robert Koch-Instituts. Doch Alters- und Pflegeheime sind auf solche Bewohner häufig überhaupt nicht unvorbereitet. Zu diesem Ergebnis kam Angela Groß-Thebing, die für ihre 2014 abgeschlossene Bachelor-Arbeit entsprechende Einrichtungen im Großraum Münster befragt hat.

Dazu angeregt und bei der Umsetzung unterstützt hatten sie die örtliche Aidshilfe wie auch Prof. Dr. Ingo Zimmermann. Dieser betreute ihre Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und gab auch die Initialzündung. „Er hatte selbst von zwei Fällen gehört, in denen HIV-Positiven die Aufnahme ins Altenpflegeheim wegen ihres HIV-Status verweigert worden war“, erzählt Angela Groß-Thebing im Gespräch mit magazin.hiv.

Für ihre Studie hatte die Hochschulabsolventin in einer ersten Stufe 16 Leitungspersonen von Münsteraner Alteneinrichtungen befragt. Dabei wurde auch die ablehnende Haltung mancher Heime bestätigt. „In unserem Haus gibt es keine Gründe, ältere Menschen mit HIV aufzunehmen“, hatte beispielsweise eine dieser Leitungskräfte geantwortet. „Aus meinen eigenen Erfahrungen als Heimleiter bei einem katholischen Träger kann ich sagen, dass nach außen natürlich die Menschen mit dieser Erkrankung aufgenommen werden“, betonte ein anderer Befragter. „Intern jedoch lehnen Träger dieses häufig ab mit der Begründung ‚Wir würden ja, haben aber leider keinen Platz’.“

Anschließend befragte Angela Groß-Thebing 40 Pflegende aus verschiedenen Einrichtung – examinierte Alten- und Krankenpfleger mit zum Teil mehrjähriger Berufserfahrung sowie Pflegehelfer und Pflegeschüler – mittels Fragebogen zu ihren Kenntnissen über HIV und zu ihrer Einstellung zur Pflege von HIV-Infizierten. 80 % der Befragten hielten es für richtig, wenn Menschen mit infektiösen Krankheiten in Pflegeeinrichtungen aufgenommen werden. Fast ebensoviele würde es allerdings befürworten, wenn die Beschäftigten über die Aufnahme von HIV-Positiven in ihrer Einrichtung entscheiden dürften.

Ein Großteil der Pflegekräfte hat seine Kenntnisse für die Pflege von Menschen mit HIV als mangelhaft eingeschätzt. Zugleich offenbarten sich (sachlich unbegründete) Ängste vor einer Ansteckung wie auch enorme Defizite, was den aktuellen medizinischen Wissensstand zu HIV und Aids angeht. Rund drei Viertel wussten beispielsweise nicht, dass die Infektiosität von HIV-Infizierten unter erfolgreicher antiretroviraler Therapie deutlich reduziert ist.

Das unzureichende Wissen, so ein Studienbefund, befördere demnach Verunsicherung und Angst bei Leitungskräften und Pflegenden und damit auch ihre ablehnende Haltung. Eine weitere Folge dieser Unwissenheit sei ein fälschlicherweise höher eingeschätzter Bedarf an Hygienemaßnahmen. Jeweils sieben der 40 Befragten gingen beispielsweise davon aus, dass HIV-positive Heimbewohner separate Toiletten oder isolierte Wohnräume benötigen. Fast die Hälfte war sich sicher, dass bei der Pflege zusätzlicher Hygieneschutz wie Kittel und Mundschutz Pflicht sei.

„Erstaunlich fand ich, dass gerade die über 40-jährigen Fachpflegekräfte, deren Ausbildung viel weiter zurückliegt, viel weniger Angst haben, HIV-Positive zu pflegen“, sagt Groß-Thebing. „Die jüngeren Kollegen hingegen, die in den Fachschulen auf dem neuesten Stand zu HIV unterrichtet wurden, fühlen sich weitaus weniger kompetent dazu.“

Praktische Erfahrungen mit HIV-Positiven hatte bislang allerdings kaum einer der Studienteilnehmer gesammelt. Im Münsterland, so vermutet Groß-Thebing, sei das Thema HIV in der Altenpflege offenbar noch nicht angekommen. Oder aber: HIV-Positive haben keine Chance auf einen Heimplatz in der näheren Umgebung machen sich deshalb in größeren Städten auf die Suche, wo sie mit mehr Akzeptanz rechnen können.

Axel Schock, 14. 1. 2015. Magazin der Deutschen Aids-Hilfe

Martin Klöti, St. Galler Regierungsrat und frisch gewählter Präsident der Aids Hilfe Schweiz, ist neu auch im Patronatskomitee der AHSGA. Wir gratulieren Martin Klöti zur Wahl – und bedanken uns für seinen Beitritt.

Ruf nach Respekt für HIV-Betroffene

Die Aids-Hilfe Schweiz hat Martin Klöti gestern zum neuen Präsidenten gewählt. Als schwuler Mann sei er vielen Betroffenen näher, sagt der St. Galler Regierungsrat. Er kündigte an, die Diskriminierung von Homosexuellen im Islam zu bekämpfen.

Unter Klötis Vorgängerin, FDP-Nationalrätin Doris Fiala, fand die Aids-Hilfe Schweiz wieder zu einer gesunden finanziellen Basis. Dank der topbesetzten Geschäftsleitung und professionellem Fundraising seien die Spenden wieder gestiegen, sagte Klöti. Nun könne sich die Aids-Hilfe Schweiz, der Dachverband der acht regionalen Aids-Hilfen, wieder dem «Kerngeschäft» zuwenden. Durch den medizinischen Fortschritt bei der Behandlung sei eine HIV-Infektion keine tödliche Bedrohung mehr. Dadurch wiegten sich viele Menschen in falscher Sicherheit.

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Trotz Aufklärung bleibt die Zahl der Neuinfizierten in der Schweiz hoch. Grelle Kampagnen wie die umstrittenen aktuellen «Love Life»-Plakate seien nötig. «Wenn man nicht von Sex redet, sondern so tut, als ob die Leute in der Schweiz immer nur arbeiteten, schätzt man die Probleme falsch ein», findet Klöti.

«Leben ohne Ausgrenzung»

HIV-Prävention brauche viel Beharrlichkeit und betreffe Heterosexuelle genauso wie Homosexuelle. «Wir müssen die Leute zu einer verinnerlichten Eigenverantwortung führen und aufzeigen, wie sie sich selbst und ihren Partner vor der Infektion schützen können.» Wichtig sei ihm, den HIV-Betroffenen mehr Respekt zu geben. «Ich hatte immer das Glück, ein schwules Leben ohne jegliche Ausgrenzung führen zu dürfen», sagte Klöti. Als Homosexueller in einer Topposition wolle er sich für jene Menschen einsetzen, die es schwer hätten. Es komme leider immer noch vor, dass sich Freunde und Freundinnen, Partnerinnen und Partner oft von Betroffenen zurückzögen, wenn sie von deren HIV-Infektion erführen. Auch ausserhalb von Beziehungen seien Infizierte noch immer von missbräuchlichen Kündigungen, Mobbing am Arbeitsplatz und Versicherungsausschluss bedroht.

Zu Schattenleben gezwungen

Ein grosses Problem ortet der St.Galler FDP-Regierungsrat und Vorsteher des Departements des Innern bei homosexuellen Migranten aus moslemischen Ländern. Homosexualität werde in der moslemischen Gesellschaft totgeschwiegen, sagte Martin Klöti, dessen Partner aus dem arabischen Raum stammt. Er kenne viele homosexuelle moslemische Männer, die ein Schattenleben führten. «Wenn diese Männer nach ungeschützten sexuellen Kontakten in der Schwulenszene wieder mit ihren Frauen schlafen, ist die Gefahr für die Verbreitung von HIV und Geschlechtskrankheiten gross.»

Kontakt mit Islamverbänden

Dadurch, dass das Schwulsein bei Moslems totgeschwiegen werde, entstehe eine Art Subkultur. Um dies zu ändern, brauche es einen Dialog auf höchster Ebene. Erste Kontakte zu Hisham Maizar, dem Präsidenten der islamischen Dachverbände Schweiz (Fids), habe er bereits geknüpft. «Wir müssen den moslemischen Homosexuellen aufzeigen, dass sie in unserer Gesellschaft nicht geächtet werden», sagte Klöti. (sda)

Unser neuer Info- und Beratungsflyer zu sexueller Vielfalt ist soeben erschienen.

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Die aktuelle Swiss Aids News: Reloaded: Syphilis & Co.

20141119092325_00001Mit Quecksilber, Arsen und Schwefel versuchte man im 18. und 19. Jahrhundert den Geschlechtskrankheiten beizukommen. Mit mässigem Erfolg und heftigen Nebenwirkungen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Doch noch immer gelten Krankheiten unter der Gürtellinie als „schmudlig“. Dabei wäre ein entspannter Umgang, wie steigende Zahlen zeigen, mit Syphilis und Co. längst angebracht.

All dies und viel mehr bietet Ihnen die aktuelle Swiss Aids News.

Bestellen Sie ein Jahres- oder Unterstützungs-abo im  Online Shop  der Aids-Hilfe Schweiz.

Welt-Aids-Tag 2014 in St. Gallen

Am 1. Dezember 2014 findet der jährliche Welt-Aids-Tag statt. Wir feiern mit! Unten stehend das Programm. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

18.30 Besammlung und kurze Ansprache auf dem Bärenplatz, St. GallenBild AIDS Gottesdienst
ab 18.40 Fackelumzug durch die Innenstadt zur Schutzengelkapelle
19 Uhr Gottesdienst im Sakralraum der Schutzengelkapelle mit Ansprachen und Musik
20 Uhr Abschluss im Südlateral der St. Laurenzenkirche mit Apéro und Suppe.

Trägerschaft und Organisation: Röm.-katholische Kirche, St. Gallen; Evang.-ref. Kirche, St. Gallen; Netzwerk Junge Erwachsene, St. Gallen; und  Fachstelle für Aids- und Sexualfragen AHSGA St. Gallen/Appenzell

Rechtslage von LGBTI-Menschen in der Schweiz weiterhin lückenhaft

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat ihren Men-schenrechtsbericht zur Schweiz veröffentlicht. Der Report verzeichnet erfreuliche Verbesserungen, doch vor allem auf dem Gebiet von LGBTI-Rechten gibt es nach wie vor grosse Lücken. Mehrere Schweizer LGBTI-Verbände fordern eine rasche Umset-zung der kritisierten Punkte.

Der Bericht bestätigt, dass die Schweiz ein sicheres Land ist und viele Entwicklungen positiv seien. Doch gebe es weder eine umfassende und effektive Gesetzgebung zur Bekämpfung von Rassismus, Homophobie und Transphobie, noch würden Straftaten mit entsprechenden Motiven von der Polizei systematisch erfasst. Deshalb sollten  Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in Art. 261bis des Strafgesetzbuchs aufgenommen werden.

Im Bericht werden vor allem folgende Punkte als kritisch herausgestellt:

  • die geringeren Rechte von eingetragenen Partnerschaften gegenüber der Ehe, insbesondere bei Adoption und ausländischen Partner_innen.
  • die nach wie vor überall erforderlichen medizinische Massnahmen bis hin zur Sterilisation für die Namens- und Personenstandsänderung von Transpersonen.
  • die uneindeutige Rechtsprechung im Bereich Gleichstellung am Arbeitsplatz. So hat das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann keinen Auftrag, sich explizit auch für LGBTI-Menschen einzusetzen.
  • die Diskriminierung von jungen Lesben, Schwulen und Transmenschen im Bereich Schule und Ausbildung. Hier müssten höhere Anstrengungen ergriffen werden, um allein schon das markant höhere Suizidrisiko zu senken.

Die Schweizer LGBT-Verbände PINK CROSS, Lesbenorganisation Schweiz, Regen-bogenfamilien, Transgender Network Switzerland, Network, Wybernet und Fels, stimmen den ECRI-Forderungen zu und fordern eine rasche Umsetzung der kritisierten Punkte. Insbesondere fordern die Verbände eine Grundlagenstudie über die Lebensbedingungen von LGBTI-Personen in der Schweiz. Diese Daten sind für die Erfassung von Diskriminierungen unerlässlich. Zudem rufen die LGBT-Verbän-de Politikerinnen und Politiker auf, die Rechtslage von LGBT-Menschen in der Schweiz zu verbessern, wie sie die Bundesverfassung dazu verpflichtet.

Coming out Day 2014 im Voralpenland

Am 11.Oktober 2014 ist Coming-Out Tag. Beim Coming-out-Tag geht es darum, sichtbar zu sein und Lesben, Schwulen, Bi- und Transmenschen, die sich noch im Coming-out-Prozess befinden, Mut zu machen, diesen Schritt zu wagen.
Der diesjährige Coming-Out-Tag wendet sich ganz direkt und bewusst an die heterosexuelle Mehrheit der Bevölkerung, mit dem Slogan: Das Leben hat viele Farben.
Menschen aus der LGBT Community und ihre Freunde, Bekannte, Verwandte sind unterwegs und suchen das Gespräch mit Passant_innen und Reisenden.

Programm:COD_2014_FLYER_04-1
10h-12h Mobile Verteilaktion in der Fussgängerzone von Goldau

12:13-13:55 Fahrt mit dem Voralpenexpress von Arth-Goldau nach St. Gallen. (Für Verpflegung und Gesprächsstoff ist gesorgt)

14h-16h: Standaktion in der St.Galler Altstadt Im Anschluss werden wir den Tag gemütlich bei Drinks, Snacks Musik und zusammen mit tollen Menschen ausklingen lassen.

Trägerschaft und Organisation: AHSGA (Fachstelle für Aids- und Sexualfragen St.Gallen/Appenzell), Gesundheit Schwyz, Queere Jugendgruppe St.Gallen

Kunstedition AHSGA: noch Exemplare erhältlich

Flateyri«1995 besuchte ich die Ortschaft Flateyri im äussersten Nord-Westen von Island. Kurz zuvor hatte eine völlig unerwartete Lawine den Ort weitgehend zerstört… Die zerstörte Tankstelle kann als Gleichnis für die Katastrophe Aids verstanden werden… Seit Aids sieht die ‘Skulptur des Lebens’ anders aus.»

Roman Signer

Roman Signer (1938*): Flateyri, 1998, Foto-Lithographie, 4-farbig, Auflage 150, nummeriert und signiert

Lieferbedingungen 1 Ex. Fr. 300.– (exkl. Versandkosten)

Bestelladresse AHSGA – Fachstelle für Aids- und Sexualfragen, 9000 St. Gallen, 071 223 68 08

Email: info@ahsga.ch (bitte genaue Lieferadresse angeben!)

Weitere Lithographien im Shop

Aids-Hilfe Schweiz setzt auf Martin Klöti. Die AHSGA gratuliert

St. Galler Tagblatt, 5.9.14. Der Vorstand der Aids-Hilfe Schweiz portiert den St. Galler Regierungsrat Martin Klöti als Verbandspräsidenten. Er soll am 9. Dezember die Nachfolge von Doris Fiala antreten.

Von MARCEL ELSENER

Ein Ostschweizer Regierungsrat an der Spitze eines Schweizer Verbandes ist aussergewöhnlich genug, ein homosexueller Ostschweizer Regierungsrat als Präsident der Aids-Hilfe Schweiz eine Sensation: Genau dies schlägt der Vorstand des Dachverbands der acht regionalen Aids-Hilfen und der 43 weiteren im HIV-Bereich tätigen Organisationen zuhanden seiner ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 9. Dezember vor. Sprich der St. Galler FDP-Regierungsrat Martin Klöti soll als Nachfolger seiner Parteikollegin Doris Fiala gewählt werden. Die Zürcher Nationalrätin hat nach einer turbulenten, aber letztlich erfolgreichen Amtszeit ihren Rücktritt angekündigt.

«Zeit für schwulen Mann»

Doris Fiala habe ihm schon vor einem Jahr am Rand einer FDP-Tagung das Präsidium der Aids-Hilfe nahegelegt, sagt Klöti. Es sei «Zeit für einen schwulen Mann», habe sie zu ihm gesagt, und er sei «als Ostschweizer und als Regierungsrat genau der richtige Mann». Offensichtlich musste sich der Vorsteher des St. Galler Departements des Innern nicht lange bitten lassen: Im Juni liess er sich in den Vorstand wählen, ein Gremium mit «lauter guten Leuten», wie er sagt und als Beispiele die welschen Politiker Raphaël Comte (Neuenburger Ständerat) und Manuel Tornare (Genfer Nationalrat) erwähnt. Und die Berner Ärztin und Kantonsrätin Franziska Schöni-Affolter, die nun als Vizepräsidentin vorgeschlagen ist. In ihrer Medienmitteilung schrieb die Aids-Hilfe gestern, der Vorstand präsentiere «ein schlagkräftiges, fachlich kompetentes und politisch äusserst gut vernetztes neues Präsidium».

Es sei sowohl für ihn als auch für die Ostschweiz «der richtige Zeitpunkt, um aus dem Busch zu kommen und sich zu exponieren», sagt Klöti. «Diese Organisation braucht einen grossen öffentlichen Respekt. Und ich bin in einer Schlüsselposition, in der ich viel bewirken kann.» Als Stadtpräsident in Arbon habe er sich 2005 als einer der ersten Exekutivpolitiker in der Schweiz als Partner eines Mannes geoutet, doch wäre ein weiteres Engagement für die Schwulenbewegung noch zu früh gewesen.

Der Community verpflichtet

Nun wolle er in der jetzigen Position «der Community etwas zurückgeben», erklärt Klöti, im April 60jährig geworden. «Ich hatte ein entspanntes schwules Leben, wurde nie ausgegrenzt, erlebte keine schmutzigen Kampagnen. Mir standen alle Wege offen.» Ein einziges Mal wollte man ihm aus seiner Sexualität einen Strick drehen: Als Arboner SVPler und Freikirchler in ihrem Leserbrief schrieben, sie «wollten keine Berliner Verhältnisse». Klöti hat ein grosses Netzwerk in der Community und der Aids-Bekämpfung; er erwähnt als Beispiel die lange Freundschaft mit dem St. Galler Chefarzt Pietro Vernazza: «Wir waren schon Pfadikollegen in Herrliberg.» Und wie gut wäre er in der Spendenwerbung? «Dieser Druck ist weg, da hat Doris Fiala gute Arbeit geleistet und das Unternehmen rundum fitgemacht», sagt Klöti. Für Geldsammlungen habe die Aids-Hilfe mit ihrem 4-Millionen-Jahresbudget einen Spezialisten: Der Basler Andreas Häner, derzeit noch Vizepräsident, leitet das Public Fundraising des Schweizerischen Roten Kreuzes.

Entschädigung kein Thema

Fiala geriet 2012, kaum Präsidentin geworden, heftig in die Kritik – weil sie 50 000 Franken Vergütung forderte und begründete, das angebliche Ehrenamt sei ein knallharter Krisenmanagerjob. Später liess sie sich 30 000 zahlen. Den «Shitstorm» gegen Fiala will Klöti nicht kommentieren. Eine Entschädigung habe man in seinem Fall noch nicht diskutiert; «kein Thema», aber natürlich sei Augenmass gefragt.

Zeitlich wäre das Amt eine happige Belastung: Klöti spricht «von einigen Wochenenden und einigen Abenden», das Ausmass entspreche etwa den Mandaten seiner Kollegen im Regierungsrat, die sein Engagement notabene begrüssten. Und wenn er dann von den drei, vier Millionen Franken Gesundheitskosten spricht, die ein einziger Aids-Fall auslöse, scheint er die doppelte Rolle bereits zu leben. «Jeder Fall, der keiner ist, ist auch für unseren Staat nur ein Segen.»

lovelife

 

 

 

 

Die Love Life-Kampagne 2014: Eine Hilfe für Eltern, um darüber zu sprechen

Die neue LoveLife-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit löst Emotionen und Reaktionen aus – auch negative und ablehnende. Für einige ist es eine Sexualisierung des öffentlichen Raumes, die das Kindeswohl gefährden kann. Untenstehend ein Link zu einer Stellungnahme und einem Leitfaden für Eltern von Sexuelle Gesundheit Schweiz. Hier ein Auszug:

Wie können nun Eltern mit Kindern und Jugendlichen über die Kampagne reden?

«Dem Kind helfen, eine Sprache zu finden für das, was es empfindet. Das eigene Empfinden wahrnehmen und eine Sprache dafür entwickeln, ist wesentlich in der Sexualerziehung.»

«Auch für Eltern ist es wichtig, gegenüber dem Kind Worte zu finden: Sei es begeistert oder ablehnend. Man kann dies dem Kind auch sagen, wenn einem die Bilder zu weit gehen oder wenn man denkt, solche Bilder seien intim und gehörten in die Privatsphäre.»

«Verlegenheit und Ekel gehören zum Schutzverhalten von Kindern. Wer die eigenen Empfindungen wahrnehmen und ernst nehmen darf, kann sich besser schützen. Das ist natürlich und eine Chance für die Eltern, das Gespräch aufzunehmen.»

http://www.aids.ch/de/downloads/pdfs/2014-LOVELIFE-Elternleitfaden.pdf

SWISS AIDS NEWS 2-14. Nach dem Test ist vor dem Test

In diesem Heft erfahren Sie, was sich hinter dem Kürzel VCT (Voluntary counselling and testing) verbirgt, wie sich ein junger Mann im Jahr 2014 bei seinem ersten HIV-Test fühlt, was Professor Pietro Vernazza, Präsident der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG), von Heimtests hält, warum sich das Testsetting für Migrantinnen und Migranten, zum Beispiel für Männer aus Eritrea, als schwierig gestaltet und last, but not least, welche rechtlichen Fragen HIV-Tests aufwerfen.

SWISS AIDS NEWS 2-14 (PDF)

Transmenschen für Projekt COMOUT gesucht

Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in St. Gallen sucht für ihr Schulprojekt COMOUT, Schwule, Lesben und Transmenschen in die Schule, mindestens je eine_n Transfrau/Transmann für Klasseneinsätze vom 5.-9. Schuljahr sowie in weiterführenden Schulen.
Du bist zwischen 20 und 40 Jahre alt, vollständig geoutet, in fortgeschrittener Transition, kommst aus dem Raum Ostschweiz, St. Gallen, Appenzell, und traust dir zu vor eine Schulklasse zu treten. Du verfügst über einen guten mündlichen Ausdruck, bist flexibel und absolut zuverlässig.
Die Einsätze werden bezahlt, inkl. Spesen. Ebenso die Intervision und die Schulungen. Die Einsätze finden tagsüber zu Schulzeiten statt.
Mehr zum Projekt inkl. Projektbeschrieb als PDF auf www.ahsga.ch/projekt-comout.   Falls du Interesse hast melde dich für weitere Informationen bei der Geschäftsleiterin Myshelle Baeriswyl per Mail myshelle.baeriswyl@ahsga.ch oder per Tel. an die Geschäftsstelle 071 223 68 08.
Ein tolles junges LGB(noch ohne T)-Team freut sich auf dich.

Die neue Love Life-Kampagne 14

Kampagne 2014

 

Wo «Bereue nichts» drauf steht, ist auch «Bereue nichts» drin: In der neuen LOVE LIFE Kampagne gehts um Lebensfreude und sorglosen Sex. Die Kampagne zeigt, dass man das Leben und seinen Körper unbeschwert geniessen kann. Denn wer sich schützt, hat nichts zu bereuen.

Das Love Life Manifest bringt die Botschaft der Kampagne auf den Punkt. Wer Ja sagt zum LOVE LIFE Manifest, sagt Ja zu sich selbst. Und kann sein Leben und seinen Körper ohne Reue geniessen.

Der LOVE LIFE Ring setzt ein Zeichen. Er kann von allen gratis bestellt werden, die dem Manifest zustimmen.

Der Film, gedreht vom Regisseur Martin Aamund, macht Lust auf unbeschwerte Lust. Mit viel nackter Haut und einem Ohrwurm, den man nicht so schnell wieder vergisst. Und dem einzigartigen visuellen Stil, für den Aamund bekannt ist.

Für die Plakate suchen wir Paare und Singles, die sich vor der Schweizer Starfotografin Diana Scheunemann ausziehen. Die Bilder zeigen – passend zur Kampagne – unbeschwerte Lust und Lebensfreude. Casting

Die Website ist Dreh- und Angelpunkt der Kampagne. Hier sind regelmässig News zu den Themen Safer Sex, Make Love, Gay Life, No Regrets, der Kampagne selbst und Infos zu sexuell übertragbaren Krankheiten sowie wichtige Adressen und Beratungsstellen zu finden.

Bekämpfung von Homophobie und Transphobie. Vorschläge für den Unterricht

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Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht auf ein sicheres Lernumfeld. Mobbing stellt ungeachtet der Beweggründe eine Verletzung dieses Rechts dar. Lehrpersonen spielen bei der Mobbingprävention an den Schulen eine entscheidende Rolle. Sie sorgen jeden Tag für ein sichereres Lernumfeld. Sie haben in ihren Schulklassen häufig auch innovative Methoden für den Umgang mit Mobbing im Zusammenhang mit Sexualität im Allgemeinen und homophobem/ transphobem Mobbing im Besonderen entwickelt.

Das hier vorliegende Unterrichtsmaterial beruht auf solchen praktischen Beispielen. Jede Lehrperson kann und soll sich mit homophobem/transphobem Mobbing auseinandersetzen. Als erstes können Lehrkräfte ein Umfeld schaffen, das von Toleranz und Respekt geprägt ist, und auch die Lernenden auffordern, sich tolerant und respektvoll zu verhalten. Das vorliegende Unterrichtsmaterial soll den Lehrkräften helfen, homophobes/transphobes Mobbing in ihrem spezifischen schulischen Umfeld anzugehen. Es beruht auf der Stärkung von Werten und Fähigkeiten durch interaktive Methoden. Bei den auf Gesprächen beruhenden Aktivitäten handelt es sich um heuristische Instrumente. Sie dienen dazu, persönliche Überzeugungen, soziale Normen und Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf andere zu hinterfragen. Gender ist ein soziales Konstrukt, das vom jeweiligen Kontext abhängt. Die Unterrichts-vorschläge können beliebig an das schulische Umfeld angepasst werden. Obwohl sie keine formalen Vorgaben enthalten, liegt ihnen ein allgemein gültiges Prinzip zugrunde, das nicht in Frage gestellt werden darf: Mobbing darf nicht toleriert werden.

Herausgegeben in Englisch im Mai 2012 durch die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Die deutsche Übersetzung wurde durch die Unterstützung der Schweizerischen UNESCO-Kommission und der Deut-schen UNESCO-Kommission ermöglicht. Übersetzung: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, Bern, Schweiz.

PDF-Download  Bekämpfung_von_Homophobie_und_Transphobie

Herzlich willkommen!

Jürg Bläuer, neu im Team seit 1. Januar 2014 als Bereichverantwortlicher MSM

Wieder in St. Gallen gelandet! Hier lebte und arbeitete ich vor mehr als 20 Jahren und wagte mein eigenes Coming-out in einer Zeit, als die ersten Menschen mit Aids nicht nur in den Schlagzeilen der Presse, sondern direkt vor Ort auftauchten. Seither hat sich mein berufliches Umfeld DSC_0954periodisch verändert: lange Jahre leitete ich Zirkusprojekte an Schulen und trat selber im mitgegründeten Zirkus auf, anschliessend wurde mir die Etablierung eines gesamtschweizerischen Schulprojektes im Rahmen einer Tierschutzorganisation anvertraut und vor kurzem erwarb ich das Diplom eines Gymnasiallehrers für die Fächer Ethik und Religionen. Bei der AHSGA den MSM-Bereich übernehmen zu können, ist für mich ein grosser Glücksfall. Im Schulprojekt COMOUT bringe  ich meine vielfältigen Erfahrungen mit der Volksschule und Freiwilligen ein und im Outreachwork im direkten Kontakt im Bereich MSM kommen mir hoffentlich meine Zeiten als wandernder Zirkusarbeiter zugute. Vermehrt möchte ich die Tätigkeit der AHSGA im Bereich MSM mit andren Akteuren und Kampagnen vernetzen und dabei auf ein solides, reflektiertes Fundament setzen. Denn gesund ist eine Gesellschaft nur, wenn sich lesbische Frauen, schwule Männer und Transgender in ihr frei bewegen können und dabei für sich selbst und andere Sorge tragen.  Ich freue mich mit meinen 55 Jahren Lebenserfahrung im Team der AHSGA an diesem Ziel arbeiten zu können.

Hepatitis C auch sexuell übertragbar

(sda) Hepatitis C wird nicht nur über Blut, sondern offenbar auch durch sexuelle Kontakte übertragen. Das zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie bei HIV-Patienten.

Bis vor wenigen Jahren herrschte die Lehrmeinung, dass Hepatitis C (HCV) nur über Blut übertragen wird. Doch dann entdeckten Wissenschaftler, dass nicht nur intravenös Drogen konsumierende sondern auch immer mehr homosexuelle HIV-Patienten an Hepatitis C erkrankten – auch in der Schweiz.

Es zeigte sich, dass HIV-Patienten mit einem HIV/HCV-positiven Partner ein zwei bis drei Mal so hohes Risiko haben, mit Hepatitis C infiziert zu sein als andere HIV-Positive. Das erhöhte Risiko war nicht nur bei drogenabhängigen, sondern auch bei homosexuellen und bei heterosexuellen HIV-Patienten zu beobachten. «Das ist ein Hinweis darauf, dass es sexuelle Übertragungen von Hepatitis C gibt», sagt Roger Kouyos, der Erstautor der Studie.